Rückenschmerzen durch Muskeldysbalancen

In meinem nachfolgenden Artikel über Muskelungleichgewichte als Ursache von Rückenschmerzen schildere ich meine Beobachtungen als medizinische Masseurin, warum gängige muskuläre Dysfunktionen zu Schmerzen im unteren Rücken und Gesäß führen können:

  1. Muskelgleichgewicht im Rücken

  2. Übungen und Sport zum Muskelaufbau – nicht immer erfolgreich

  3. Muskuläre Dysbalance oder Muskelverkürzung?

  4. Häufigste Ursachen von Muskelverkürzungen

  5. Den Teufelskreis aus Schmerzen und Fehlfunktion brechen

Muskelgleichgewicht im Rücken

Unglaublich, aber wahr: Ihr Körper besteht aus mehr als 600 Muskeln, die ca. 40% Ihres Körpergewichts ausmachen. Muskeln treten meist in Paaren auf, d.h. man hat den gleichen Muskel in beiden Körperhälften.

Ein muskuläres Ungleichgewicht meint also in diesem Fall, dass der gleiche Muskel auf der einen Seite schwächer ist als auf der anderen.

Viele Muskeln arbeiten zusammen, um eine Bewegung auszuführen (Spieler und Gegenspieler). Idealerweise sollte auch hier ein muskuläres Kräftegleichgewicht vorhanden sein. Das heißt also, wenn eine starke Bauchmuskulatur die Wirbelsäule nach vorne zieht, dann muss die Rückenmuskulatur genau so stark sein, damit Sie aufrecht in gerader Haltung stehen können.

Muskelgleichgewicht der Rückenmuskulatur

Der abgebildete Oberkörper zeigt gleichmäßig entwickelte, starke Muskeln. Leider ähneln in der Realität nur wenige Körper diesem Idealbild.

Eine muskuläre Dysbalance bedeutet, dass das feine Zusammenspiel dieser Muskeln aus der Balance, aus dem Gleichgewicht, gekommen ist.

Sofern die Abweichungen nicht zu groß sind, kommt man auch einigermaßen schmerzfrei durch das Leben. Ist dies nicht der Fall, fangen viele Menschen mit einem Krafttraining an.

Übungen und Sport zum Muskelaufbau – nicht immer erfolgreich

In viele Sportarten benutzen wir unsere Muskeln sehr einseitig. Einige Muskelgruppen werden intensiv genutzt, andere gar nicht. Dies führt zu einem noch größeren muskulären Ungleichgewicht, statt es zu beheben.

Dies ist auch bei einem gezielten Muskelaufbau durch Krafttraining nicht unbedingt besser. Keiner weiß genau, wie alle Muskeln zusammenarbeiten. Deshalb ist schnell ein Muskel mehr trainiert als sein „Mitarbeiter". Hat man z.B. intensiv seine Rückenmuskeln trainiert, aber ein Bauchmuskeltraining vernachlässigt, braucht man sich trotz aller sportlichen Anstrengung nicht über Rückenschmerzen zu wundern!

Sportarten, bei denen viele Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht werden, sind wesentlich geeigneter, um eine muskuläre Dysbalance zu vermeiden. Hierzu zählen unter anderem Wandern, Walken und Trampolinspringen.

Muskuläre Dysbalance oder Muskelverkürzung?

Ein muskuläres Ungleichgewicht kann also, wie oben ausgeführt, daher kommen, dass die Muskelgruppe der einen Körperhälfte aufgrund ungleichmäßiger Benutzung schwächer ist als die der anderen (links und rechts bzw. vorne und hinten)

oder / und

dass ein Muskel kürzer ist als der gleiche auf der anderen Seite bzw. als sein (e) Gegenspieler (Antagonisten).

Häufige Ursachen von Muskelverkürzungen

  1. Überlastung eines Muskels durch fehlerhafte oder zu große Beanspruchung

  2. angeborene Anomalie der Knochenstruktur (z.B. Skoliose, ein zu kurzes Bein, ein ungleichmäßig gewachsener Beckenknochen, zu kurze Oberarme, Beckenschiefstand)

  3. Fehlbelastung nach Unfall oder Operation

Muskelungleichgewicht durch SkolioseMuskelverkürzung durch Triggerpunkt

Ein Muskel verkürzt sich, indem die einzelnen Fasern in einem verkürzten Zustand verharren. Wenn der Muskel oder dessen Fasern sich nicht mehr entspannen können, entsteht ein sogenannter Triggerpunkt, ein kleiner Muskelknoten.

Sie können diesen Vorgang mit einem gespannten Seil vergleichen. Machen Sie einen Knoten hinein, wird das Seil kürzer. Es ist dann zu kurz und damit zu schwach, um seiner Funktion, die es im normalen Zustand erfüllen sollte, weiterhin nachzukommen.

Für diese zu schwach ausgebildeten Muskeln müssen andere Muskeln einspringen, um eine Bewegung auszuführen. Im Laufe der Zeit werden diese durch diese Mehrarbeit überlastet, und es bilden sich in diesen Triggerpunkte.

Früher oder später fangen Sie an, diese Triggerpunkte als Schmerz zu fühlen, der im Laufe der Zeit immer mehr zunimmt.

Den Teufelskreis aus Schmerzen und Fehlfunktion brechen

Stehen Sie wie ein Fragezeichen?

Möchten Sie gerne Ihre Haltung verbessern, Ihren Rücken trainieren oder einfach nur Sport treiben?

Können Sie aber nicht, da sonst die muskulären Schmerzen unerträglich werden?

Verharren Sie lieber in einer Schonhaltung, die im Laufe der Zeit auch immer mehr Schmerzen im Rücken bereitet?

Und Dehnen der verkürzten Muskulatur hilft auch nicht mehr?

Brechen Sie diesen Teufelskreis, indem Sie Ihre Muskelverkürzungen / Triggerpunkte im Rücken, Hüfte, Bauch und Gesäß selbst behandeln!

Wie? Lesen Sie mehr hier....


oder steigen Sie noch tiefer in dieses Thema ein:

die Folgen einer muskulären Dysbalance