Triggerpunkte

Triggerpunkte sind ein Thema, an dem keiner vorbeikommt.


Triggerpunkt im Gesäß mit Schmerzzone

Beispiel: Triggerpunkt im Gesäß (rotes Kreuz)
mit Übertragungsschmerzen (roter Pkt.)

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie heute oder zumindest in der letzten Zeit einen Schmerz verspürt haben, der von einem Triggerpunkt kam.

Man geht davon aus, dass ca. 85% aller Schmerzen, die wir am Körper spüren, direkt oder indirekt von Triggerpunkten kommen.

Hatten Sie schon mal Kopf-, Knie- oder Ellbogenschmerzen?

Hat es in Ihrem Rücken, Ihrer Schulter oder Ihrem Nacken geschmerzt?

Vielleicht auch nur ganz kurz?

Haben Sie sich gewundert, wo der Schmerz herkam? Haben Sie schon das Schlimmste" befürchtet?

Dann können Sie wieder aufatmen: Triggerpunkte sind harmlos, aber die Schmerzen, die sie aussenden, können so stark sein, dass Sie vor Schmerzen nur noch krabbeln können.

Was sind Triggerpunkte ?

Triggerpunkte sind winzige Verdickungen in einem Muskel, die nicht genug durchblutet werden und unter Nährstoffmangel leiden. Im Gegensatz zu Akupunkturpunkten kann man sie wissenschaftlich nachweisen.

Myofasziale (= sich im Muskel oder Bindegewebe befindend) Triggerpunkte werden in der deutschen medizinischen Fachwelt auch als Myogelosen, Muskelverhärtungen oder Hartspann bezeichnet.

Muskelknoten und
Knubbel unter der Haut

Muskelknoten By Verrill, Alpheus Hyatt. [Public domain], via Wikimedia Commons

Laien würden Triggerpunkte eher „Muskelknoten" oder „Knubbel" nennen. Manche sind so groß wie eine Erbse und deutlich unter der Haut zu finden.

Meist sind diese Muskelverhärtungen aber winzig wie eine Nadelspitze, so dass sie sich nicht fühlbar unter der Haut abheben. Wenn man sie fest genug drückt, verspürt man jedoch immer einen Druckschmerz.

Es gibt inaktive (latente) und aktive Triggerpunkte. Die meisten Ihrer Muskelknoten sind inaktiv, d.h. sie strahlen keine Schmerzen aus. Sie tun aber trotzdem weh, wenn man sie presst.

Triggerpunkte sind selten dort, wo Sie einen Schmerz empfinden. Daher wird dieser Muskelschmerz „Übertragungsschmerz" genannt.

Triggerpunktschmerzen können sogar in weit entfernte Körperregionen ausstrahlen. So gibt es Triggerpunkte im Gesäß, die Schmerzen an der gesamten Seite des Beines bis zum Knöchel hinunter erzeugen.

Medizinische Fachzeitschriften, wie zum Beispiel das „Deutsche Ärzteblatt", veröffentlichen immer wieder Artikel über dieses wissenswerte Thema. Einer dieser Beiträge über Triggerpunkte, geschrieben von Professor Mense, finden Sie hier im Internet.

Jeder Mensch hat Probleme aufgrund von Triggerpunkten

Jeder Mensch hat Triggerpunkte, aber die meisten Menschen sind sich ihrer nicht bewusst.

Ebensowenig können wir oft ihre Auswirkungen einordnen. Die ausgesendeten Schmerzen sind meist diffus und schwer zu lokalisieren. Man hat den Eindruck, als ob alles schmerzt oder dass die Schmerzen vom Gelenk oder der Wirbelsäule ausgehen.

Wenn Triggerpunkte größer sind oder ein Muskel mehrere Muskelknoten hat, dann fühlt sich der Muskel zunehmend härter und verspannter an. Jeder kennt die Begriffe „Muskelverhärtung" oder „Muskelverspannung", um Probleme und vor allem Schmerzen zu beschreiben, die von Muskeln ausgehen.

Muskelschmerzen kommen von Triggerpunkten

Jeder hat wahrscheinlich schon mal über Kopfschmerzen, Schmerzen im Kreuz oder Gesäß, in der Schulter, in der Hüfte, in den Knien oder sonst wo geklagt, ohne zu wissen, dass ein aktiver Triggerpunkt die Ursache war!

Als ich mich mit diesem Thema "Triggerpunkte" noch nicht auskannte, habe ich gerne über „Zipperlein" gescherzt, die einen plagen, wenn man älter wird: mal tut es hier weh, mal dort! Dies sind alles Schmerzen von Muskeltriggerpunkten!

Triggerpunkte quälen die Menschen jedoch nicht nur durch die Aussendung von Schmerzen, sondern auch, indem sie die normale Funktion eines Muskels einschränken, so dass er sich nicht mehr vollkommen an- und entspannt.

Diese Dysfunktion ist allerdings nicht mit einem Muskelkrampf zu verwechseln, bei der sich der gesamte Muskel verkrampft.

Triggerpunkte sind dauerhaft zusammengezogene Muskelfasern

Muskeltriggerpunkte /  © Raul654 | Wikimedia Commons

Eine Muskelfaser besteht aus einem Bündel von Hunderten kleinerer Fasern (Myofibrillen = Muskelzellen). Die kleinste Einheit, die man unter einem Mikroskop sehen kann, wenn ein Muskel sich zusammenzieht, nennt man Sakromer (im oberen Bild rechts unten dargestellt).

Muskelfaser Triggerpunkt / © Chippolito | Wikimedia Commons

Um eine Bewegung auszuführen, müssen sich einige Muskeln anspannen, um sich anschließend wieder zu entspannen.

Dazu verkürzen sich Millionen von Sakromer (siehe links).

Ein Triggerpunkt entsteht, wenn Sakromere nicht mehr in ihre vollkommen entspannte Ausgangslage zurückgleiten können. Sie bleiben dort stecken, wo der Motornerv des Muskels in diesen eintritt.

Dieser Nerv übermittelt ein Signal zum Zusammenziehen (Simons, Travell, and Simons 1999, S. 45-57).

Lesen Sie mehr darüber, wie man Triggerpunkte behandelt
oder
meinen Ratgeber zum Thema "Triggerpunkte selbst behandeln"






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