Warum verursachen myofasziale Triggerpunkte Muskelschmerzen?

Muskelschmerzen im Rücken

Rückenschmerzen und Muskelschmerzen im Allgemeinen sind ein sehr häufiges, medizinisches Problem.

Myofasziale Triggerpunkte, auch Muskelknoten genannt, deren meist verkannte Ursache.

Dr. Travell und Simons, zwei Ärzte, die sich diesem Thema jahrzehntelang widmeten, vertreten die Auffassung, dass Triggerpunke die Hauptverursacher von Schmerzen - sogenannten Muskelschmerzen -  sind.

Leider sind nur wenige Ärzte über Muskelschmerzen informiert, da es weder an der Universität noch in der Facharztausbildung gelehrt wird. Ebenso wenig ist es finanziell attraktiv für Ärzte, sich mit der Schmerzmedizin zu befassen.

Deshalb leiden viele Menschen völlig unnötig unter Schmerzen, die oft relativ einfach und schnell zu behandeln wären.

Als Laie kommt man jedoch in der Regel nicht auf die Idee, Schmerzen im Rücken, in den Schultern, Kopf, Beinen, Armen oder an anderen Stellen am Körper, als Muskelschmerzen (Myalgien) zu identifizieren.

Diese Art von Schmerzen wird medizinisch als Myofasziales Schmerzsyndrom bezeichnet. Die auslösenden Muskelkontraktionen werden myofasziale Triggerpunkte genannt.

Die vielfältigen Ursachen von Muskelschmerzen

  1. Der eigentliche Schmerz, der von einem Muskel ausgeht, kommt von einem oder mehreren Triggerpunkten. Allerdings spürt man den Schmerz in aller Regel nicht dort, wo der verursachende Schmerzpunkt sich befindet. Triggerpunkte senden ihn an eine entferntere Stelle, so dass man von „Übertragungsschmerzen“ spricht. Aufgrund dieses Umstandes bezeichnet man Muskelknoten als Triggerpunkte: Wenn man den Trigger einer Pistole betätigt, schlägt die Kugel woanders ein und verursacht Schmerzen. So sendet auch ein Triggerpunkt Muskelschmerzen an eine andere Stelle im Körper aus.

  2. Solche Muskeltriggerpunkte verkürzen einen Muskel. Je mehr sich davon in einem Muskel befinden, desto kürzer ist dieser und desto mehr zieht er am Gelenk oder den Knochen / Wirbeln. Irgendwann ist der Zug so stark, dass diese aus ihrer Position gezogen werden. Eine solche „Dislokation“ verursacht zusätzliche Schmerzen.

  3. Je länger ein Muskel myofasziale Triggerpunkte hat, desto schwächer und steifer wird er. Dadurch kann er nicht mehr seine natürliche Funktion erfüllen, und andere Muskeln müssen einspringen, die für diese Aufgaben nicht in erster Linie vorgesehen sind. Bei fortschreitender Überbelastung entwickeln auch sie Muskelknoten. Es kommt zu einer Kettenreaktion von Muskelschmerzen.

  4. Myofasziale Triggerpunkte können Verletzungen verstärken und bereits vorhandene Muskelschmerzen dadurch vermehren.

  5. Myofasziale Triggerpunkte verändern die Form eines Muskels, so dass Blutgefäße und Nerven eingeklemmt werden können. Dadurch kommt es z.B. zu den typischen Ischiasschmerzen.

  6. Muskelknoten verkürzen Muskeln, wodurch sich die Körperhaltung verändert. Eine unnatürliche Körperhaltung lässt wiederum solche Knoten in anderen Muskeln entstehen, die einen Muskelschmerz auslösen können. Im Umkehrschluss kann man aus dieser Tatsache folgern, dass eine Korrektur der Körperhaltung durch die Eliminierung von Triggerpunkten erfolgen kann.

    Ich selbst habe durch die Auflösung meiner myofaszialen Triggerpunkte meine Haltung korrigiert und stehe nun ohne Anstrengung vollkommen gerade. In meinem ebook beschreibe ich, wie man seine wichtigsten Haltungsmuskeln behandeln kann.


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