Skoliosetherapie

Behandlung muskulärer Ursachen

Die gängigsten Skoliosetherapien sind Krankengymnastik, Korsettbehandlung und eine Operation, die die Wirbelsäule versteift. Bei einer leichten Wirbelsäulenverkrümmung wird lediglich Sport zur Stärkung der Muskulatur empfohlen.

Die bekannteste physiotherapeutische Methode ist die Schroththerapie. Hierbei steht die Stärkung der Haltemuskeln im Vordergrund. Man versucht, ein muskuläres Gleichgewicht dadurch zu schaffen, dass die verkürzten Muskeln verlängert und die verlängerten verkürzt werden.

Allerdings werden bei diesem Ansatz Triggerpunkte ( Muskelknoten ) nicht in Erwägung gezogen. Würde man nämlich die Muskeltriggerpunkte in den Haltemuskeln auflösen, würden diese von alleine ihre ursprüngliche Länge zurückerhalten.

Bevor Sie sich für eine drastische Skoliosetherapie, wie ein Korsett oder gar eine Operatiion entscheiden, wäre es wichtig, herauszufinden, inwiefern verkürzte Muskeln bzw. Triggerpunkte bei Ihren Beschwerden eine Rolle spielen.

Muskuläre Ursachen

Obwohl die Ursache einer Skoliose in vielen Fällen nur vermutet werden kann, gibt es auch Wirbelsäulenverkrümmungen, die eindeutig auf muskuläre Gründe zurückzuführen sind.

Heutzutage kommt es durch zu viel Sitzen und zu wenig Bewegung immer mehr zu Haltungsschäden. Dies ist selbst schon bei Kindern der Fall, die viel zu lange vor dem Fernseher und Computer sitzen. Dadurch können sich die Haltemuskeln nicht richtig entwickeln, und es entsteht leichter eine Skoliose.

Bei Erwachsenen kommt es häufig zu Fehlbelastungen im Beruf, aber auch in der Freizeit. Sie müssen ihre Muskeln unnatürlich anspannen, wenn sie keine entspannte aufrechte Haltung einnehmen können.

Dies kann zum Beispiel vorkommen, wenn man über Stunden hinweg in einer verkrümmten Haltung arbeiten oder sitzen muss, wenn man aufgrund von Schmerzen hauptsächlich auf einem Bein steht oder geht oder sein Kind über lange Zeiträume immer auf der gleichen Hüftseite trägt.

Durch solche Fehlhaltungen entstehen schnell Muskeltriggerpunkte, die bei anhaltendem Muskelmissbrauch die Muskeln immer mehr verkürzen. Verkürzte Muskeln ziehen nicht nur an ihren knöchernen Strukturen, sondern sind auch zu schwach, um die Wirbelsäule aufrecht zu erhalten.

Funktionelle Ursachen

Janet Travell und David Simons erläutern in ihrem Buch Handbuch der Muskel-Triggerpunkte (engl. Ausgabe S. 45ff) ausführlich, welche funktionellen, angeborenen Körperanomalien eine Skoliose zur Folge haben können:

  1. eine Beinlängendifferenz
  2. eine Beckenhälfte kleiner als die andere
  3. zu kurze Oberarme

Die Folge solcher Anomalien sind wieder Triggerpunkte, die Ihnen Schmerzen bereiten können.

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