Das Piriformis Syndrom lässt sich leicht selbst behandeln -
wenn man weiß, wie...

Piriformis Syndrom - By Anatomist90 via Wikimedia Commonsvom Piriformis eingeklemmter Ischiasnerv

Die Diagnose Piriformis Syndrom sagt bereits, welcher Muskel ein Problem haben könnte: der Piriformis oder auch birnenförmige Hüftmuskel, der in der tieferen Schicht der Hüftmuskulatur unter den Gesäßmuskeln liegt.

Allerdings kommt ebenso einer der anderen Hüftrotatorenmuskeln in direkter Nähe als Verursacher infrage.

Der Ischiasnerv läuft bei den meisten Menschen im Gesäßbereich direkt unter dem birnenförmigen Hüftmuskel (Piriformis) entlang. Bei einigen Menschen geht er sogar durch diesen Muskel.

Aufgrund dieser anatomischen Gegebenheiten kommt es leicht zu Problemen, sobald die Muskulatur im Gesäß durch Triggerpunkte verspannt bzw. verhärtet ist.

Symptome eines Piriformis Syndroms

Bei dem sogenannten Piriformis Syndrom verkürzen und verdicken Triggerpunkte, d.h. winzige Verhärtungen im Muskelgewebe, die betroffenen Gesäßmuskeln. Ein so in seiner Form veränderter Piriformis quetscht deshalb schnell den Ischiasnerv ein und erzeugt typische Ischiassymptome:

starke Schmerzen in der Rückseite des Oberschenkels, in der Wade und evtl. der Fußsohle. Es können Taubheitsgefühle, Brennen, Kribbeln und Überempfindlichkeit hinzukommen. Das betroffene Bein kann sich schwer und müde anfühlen.

Weitere Beschwerden können durch andere eingeklemmte Nerven und Blutgefäße hinzukommen. Ebenso können die Triggerpunkte selbst Schmerzen im Gesäß, im Kreuz, in der Hüfte oder Leiste und auf der Oberschenkelrückseite hervorrufen.

Alle diese Probleme sind auch als „Kompressionssyndrom“ bekannt.

Die Schmerzen, die durch das Piriformis Syndrom entstehen, verstärken sich beim Sitzen, Stehen und Gehen. Betroffene können nicht lange still sitzen und rutschen unruhig auf ihrem Stuhl herum.

Ursachen des Piriformis Syndroms

Ursache für Triggerpunkte in diesem Bereich ist meist Inaktivität oder zu viel Bewegung im untrainierten Zustand. Besonders leidet der Piriformis bei Sportarten mit schnellen Richtungsänderungen. Hierzu zählen Ballspiele wie Basketball, Hand- und Fußball, Tennis etc.

Jedoch kann auch ein Unfall oder ein Sturz plötzlich Triggerpunkte im Piriformismuskel entstehen lassen.

Eine anhaltende Verspannung des Muskels kann das Iliosakralgelenk dauerhaft blockieren.

Behandlung des Piriformis Syndroms

Die klassische Behandlung des Piriformis Syndroms erfolgt durch Krankengymnastik und Dehnübungen. In schwerwiegenden Fällen wird auch operiert. In diesem Fall wird der Piriformis zweigeteilt, um eine Muskelentspannung herbeizuführen.

Eine Muskelentspannung kann man jedoch viel einfacher durch eine Auflösung der verursachenden Triggerpunkte erreichen.

Das Gesäß ist sogar eines der Stellen des menschlichen Körpers, die am unkompliziertesten selbst behandelt werden können - mit einem kleinen Trick, den ich Ihnen in meinem Ebook zeige.

Lesen Sie mehr Details über meinen Ratgeber zur Selbstbehandlung des Piriformis Syndroms.


Quelle: Myofascial Pain and Dysfunction V.2, 1998, Dr. Travell & Dr. Simon; S. 186





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