Kann man Triggerpunkte
wissenschaftlich nachweisen?


Muskelfaser - © ReytanWikimedia: Muskelfaser

Ich würde jetzt antworten, dass man nur auf einen seiner Triggerpunkte drücken muss, und schon weiß man, dass es ihn gibt! Er tut dann nämlich einfach weh!

Oft „zeige" ich anderen Leuten ihre Muskeltriggerpunkte, indem ich auf diese drücke. Dann springen sie vor Schmerz weg, gucken mich ganz empört an und fragen, warum ich ihnen denn so weh tue.

Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass jeder erleichtert ist, wenn er / sie hört, dass man diese winzigen Muskeltriggerpunkte in der Tat wissenschaftlich nachweisen kann.

Ich will Sie jetzt nicht mit medizinischen Fachausdrücken langweilen, sondern generell die Inhalte meiner Webseite so gestalten, dass auch medizinische Laien alles verstehen können.

Wie kann man also Muskeltriggerpunkte wissenschaftlich nachweisen?

  1. Elektrische Signale
  2. Muskeltriggerpunkte erzeugen fast unmerkliche elektrische Signale, die man messen kann. Drückt man auf einen solchen Punkt, sendet er Schmerzen aus, die man aber nicht unbedingt fühlt. Gleichzeitig verstärkt sich die elektrische Aktivität.

    Dehnt man den betroffenen Muskel, passiert das Gleiche. Daraus wird geschlossen, dass Dehnen kontraproduktiv für einen verspannten bzw. verhärteten Muskel ist.

  3. Säurehaltige Chemikalien
  4. Zwei wissenschaftliche, englische Publikationen aus den Jahren 2005 und 2008 bewiesen, dass die Gewebeflüssigkeit um und in einem aktiven Punkt säurehaltige, giftige Chemikalien enthält, die Schmerzen und andere Symptome bewirken. Die Theorie ist, dass die Zellen dieser Muskeltriggerpunkte aufgrund ihrer Anspannung „Abfallprodukte" aussondern.

  5. Fotos
  6. Man hat Mikrofotos (Fotos eines Elektronenmikroskop-Bildes) von Muskeltriggerpunkten Verstorbener aufgenommen. Die Ärzte Dr. Travell und Dr. Simons veröffentlichten in ihrem „Handbuch der Muskel-Triggerpunkte" sogar ein solches Foto von dem Triggerpunkt eines Hundes.

  7. Bildgebende Verfahren
  8. Wie jeder weiss, kann man mit Röntgenbildern kein weiches Gewebe im Körper sichtbar machen. Doch seit kurzem gibt es die sogenannte „Elastographie", womit Unterschiede in der Elastizität von Gewebe sichtbar gemacht werden können. Diese Technik wird vor allem dazu genutzt, um Tumore, besonders Brust- und Prostatakrebs, bildhaft darzustellen.

    Muskeltriggerpunkte, die sich in einem schmalen, verhärteten Band darstellen, heben sich eindeutig von normalem, gesundem Muskelgewebe ab und sind dadurch hervorragend darstellbar.




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